Capella Palestrina

Capella PalestrinaIm Zuge der Umstrukturierung und Zusammenlegung der kath. Gemeinden Duisburgs zur Großpfarrei Liebfrauen in 2006, wollte man bei der Bildung von Chören zur Messgestaltung der Kurzlebigkeit sowie Flexibilitätsbedürftigkeit der potentiellen Sänger Rechnung tragen und vermehrt auf Projektchöre setzen, welche sich zeitlich begrenzt für ein bestimmtes Projekt zusammenfinden und nach Realisierung des Projektes wieder auflösen.

So wurde die Capella Palestrina im Jahr 2008 vom Kirchenmusiker, Komponisten und Chorleiter Andreas Pieper als Projektchor, damals noch „sine nomine“, ins Leben gerufen. Der Chor studierte seine erste Messe, die „Missa regina coeli“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594) ein, um noch in 2008 Messfeiern in den verschiedenen Kirchen der Gemeinde Liebfrauen musikalisch zu gestalten.

Mit der Musik von Palestrina schloss der Projektchor eine essentielle Lücke im Bedarf der musikalischen Messgestaltung in der Großpfarrei Liebfrauen. Anstatt sich nun wieder aufzulösen, beschloss der Chor ins zweite Jahr zu gehen und für die Messgestaltungen 2009 eine weitere Messe, die „Missa quaternibus vocibus“ von Philippus des Monte (1521 – 1603) einzustudieren.

Daneben studierte der Chor auch Motetten, wie „Wie liegt die Stadt so wüst“ (Karsamstag 1945) von Rudolf Mauersberger und „Sicut cervus“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina, ein, welche in die Gestaltunchor5g des ökumenischen Gottesdienstes zum Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus am 24. Januar 2010 einflossen. Es waren nicht nur die vielen wiederkehrenden Anfragen an den Projektchor, sondern auch die Freude am gemeinsamen Musizieren, die hohe Klangkultur und vor allem die wachsende Freundschaft untereinander, was den Chormitgliedern das Gefühl gab, nicht mehr Projektchor, sondern ein ständiger Chor zu sein. Um den alten Meister Palestrina zu ehren und für den Chor den palestrinischen Stil als höchstes Ideal festzulegen, gab sich der Chor den Namen „Capella Palestrina“. Die Capella Palestrina wollte nicht mehr nur Kirchenchor sein, sondern auch Konzerte mit Musik des 16. / 17. Jahrhunderts, aber auch neuerer Musik veranstalten.

So trat die Capella Palestrina nicht nur in Duisburg, sondern auch auswärts, in Hamm und Dortmund auf. Wo der Chor einmal ein Konzert gestaltet hat, wird er gern wieder eingeladen, und in den zahlreichen Kirchen der Pfarrei Liebfrauen Duisburg-Mitte, begeistert er seitdem bei der Gestaltung besonders feierlicher Anlässe.